Kulturelle Bildung für München!



Kulturelle Bildung hat in München eine lange Tradition. Bereits seit den 1970er Jahren arbeiten zahlreiche Freie Träger richtungsweisend in diesem Feld, um Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen die Möglichkeit zu geben, sich aktiv an Kultur zu beteiligen. Viele dieser Akteure Kultureller Bildung finden sich heute auf Musenkuss als Kooperationspartner und Anbieter zusammen. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang auch die Netzwerke für Kulturelle Bildung, die durch stadt- und bundesweite Vernetzungsarbeit das Feld der Kulturellen Bildung kontinuierlich weiterentwickeln und mit Projekten, Angeboten und Fachveranstaltungen wichtige Impulse setzen. Auch Kulturinstitutionen, Schulen und Kindertagesstätten erkennen immer mehr das Potential und die Relevanz Kultureller Bildung an und kommen auf vielfältige Weise ihrer Verantwortung nach.

Im Auftrag der drei städtischen Referate für Soziales, Bildung und Kultur fördert und initiiert die Koordinierungsstelle für Kulturelle Bildung im Kulturreferat innovative Projekte an Schulen und Kitas, wie auch im außerschulischen Bereich für alle Altersgruppen. Darüber hinaus hat sie die Aufgabe, städtische Aktivitäten in diesem Bereich zu koordinieren und stadtweit die verschiedenen Partner stärker miteinander zu vernetzen. Hierzu gehören Freie Träger der Jugendhilfe, Kulturinstitutionen, Einzelakteure, Schulen, Kitas, und die drei zuständigen Referate selbst. In den letzten Jahren rückt unter anderem die Frage nach Qualität partizipativer Kulturangebote immer mehr in den Fokus des gemeinsamen Interesses. Die Koordinierungsstelle arbeitet daran, gemeinsam mit den oben erwähnten Partnern Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätsförderung zu entwickeln.

Eine zentrale, sparten- und institutionsübergreifende Austauschplattform Kultureller Bildung in München ist das Koordinierungsforum Kultureller Bildung (KOFO). Es besteht seit den 1990er Jahren und vereint ein- bis zweimal jährlich VertreterInnen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. Institutionen, Freie Träger, Stiftungen, etablierte Einzelakteure, Kommunal- und Landesverwaltung tauschen sich hier zu aktuellen Belangen, Kooperationsmöglichkeiten und neuen Aspekten Kultureller Bildung in München aus. Die ReferentInnen von Kulturreferat, Sozialreferat und Referat für Bildung und Sport nehmen an diesen Treffen aktiv teil. Für die Koordinierungsstelle ist das KOFO ein wichtiges Diskursforum, um die kommunale Position kritisch und konstruktiv mit VertreterInnen aus der Praxis zu diskutieren und weiter zu entwickeln.

Zu den Ergebnissen dieser Debatten gehört unter anderem die „Konzeption Kulturelle Bildung für München“, die das Kulturreferat gemeinsam mit dem KOFO entwickelte und die im Jahr 2010 vom Münchner Stadtrat verabschiedet wurde. Einen kurzen Überblick bietet das „10-Punkte-Programm zur Kulturellen Bildung“. Hier wird u.a. aufgezeigt, dass Kulturelle Bildung immer als integrativer Bestandteil allgemeiner Bildung verstanden werden muss und einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit darstellt. Insofern geht es der Landeshauptstadt München keineswegs nur um das Kulturpublikum der Zukunft, sondern vor allem darum, seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen: Die Aneignung kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen eröffnet neue Perspektiven auf die Welt, ermutigt und befähigt am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen und sein Umfeld mitzugestalten.
Die beteiligten Akteure erkennen dabei die Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Menschen sowie verschiedener gesellschaftlicher Gruppen an. Sie sehen es als ihre gemeinsame Aufgabe, Angebote und Förderungen an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten auszurichten und jeder Form von Diskriminierung entgegen zu wirken.

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