Erinnerung braucht Empathie. Biografische Recherchen zu Opfern des Nationalsozialismus in München

Die Opfer der Krankenmorde


Anneliese Weidert im Kreis ihrer Familie Privat

München wird mit Gedenktafeln oder -stelen und einem zentralen Namensdenkmal an die mehr als 10.000 Kinder, Frauen und Männer erinnern, die aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung ihr Leben verloren. Zu den Opfern der NS-Regimes gehören Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma sowie Menschen, die wegen ihrer Hilfsbedürftigkeit und ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Krankheiten getötet wurden. Die Nationalsozialisten ermordeten darüber hinaus tausende politisch Verfolgte, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer, Homosexuelle, ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, so genannte „Gemeinschaftsfremde“ und Zeuginnen und Zeugen Jehovas. Viele dieser Menschen gerieten in den über 70 Jahren nach Kriegsende in Vergessenheit oder wurden von der Gesellschaft bewusst ignoriert. Begleitend zu den Erinnerungszeichen im städtischen Raum bedeutet die Rekonstruktion und Veröffentlichung ihrer Lebensgeschichten, die Erinnerung an sie in der Stadtgesellschaft zu bewahren.
Die Workshops in der Reihe „Erinnerung braucht Empathie. Biografische Recherchen zu Opfern des Nationalsozialismus in München“ werden von Historikerinnen und Historikern geleitet und beginnen mit einer kurzen Einführung in die Verfolgungsgeschichten. Anschließend werden Archive und ihre Bestände sowie weitere Recherchemöglichkeiten vorgestellt und Kenntnisse zur Arbeit mit historischen Quellen vermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassen sich anhand ausgewählter Dokumente beispielhaft mit einzelnen Biografien.

Di, 16.1.2018 Die Opfer der Krankenmorde
Barbara Hutzelmann, Stadtarchiv München;Dr. Sibylle von Tiedemann, Historikerin
Vorschau
Do, 15.3.2018 Verfemt, verfolgt, ermordet. Sinti und Roma in München
Do, 26.4.2018 Politisch Verfolgte und die Frauen und Männer des Widerstands
Mi, 16.5.2018 Die Verfolgung der Zeugen und Zeuginnen Jehovas
Mi, 13.6.2018 Schreibwerkstatt


Kosten

Die Teilnahme ist kostenlos.


Organisatorische Hinweise

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Hinweise für Menschen mit Behinderungen

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